Provokation und Schock als erfolgreiche Werbung
Provokation bringt nur dann Aufmerksamkeit für die Werbebotschaft, wenn man den Einsatz kalkuliert zum Ziel führt. In Abhängigkeit von der Zielgruppe und kulturellen Hintergründen ähnelt der Einsatz von Provokation einem Grenzgang. Vor allem in dieser Kategorie wird die Notwendigkeit einer klaren Zielformulierung inkl. Abgrenzung einer eindeutigen Zielgruppe sehr deutlich (vgl. Pricken, S. 74).
Kreativitätstechnik: Wenn man wie im Normalfall bei der Entwicklung einer Kampagne die zu bewerbende Sache nur in seinen Superlativen beschreibt, werden die Ideen sehr schnell einander ähnlich und die kreative Energie nimmt ab. Um Energie geladene Werbung zu entwickeln rät Pricken (S. 80): „ Sagen Sie alles Schlechte und Negative über das Produkt und sprechen Sie auch die schlimmsten Gedanken der Konsumenten aus, ihre Ängste, Zweifel oder Wut.“ Die so entstandenen Ideen können für die Entwicklung wirklich provozierender Kampagnen genutzt werden.
Zeitliche Verläufe interessieren den Betrachter, weil dabei die Zeit als ein wesentlicher Bestimmungsfaktor unseres Lebens in ihrer großen Dimension sichtbar wird. Die grafische Umsetzung von Zeitverläufen kann meiner Meinung nach tiefer gehende Denkprozesse über die eigene Vergangenheit, Zukunft etc. aktivieren und damit auch eine größere Aufmerksamkeit für die Werbebotschaft nach sich ziehen. Die Möglichkeiten sind dabei so unendlich wie das Phänomen Zeit selbst (vgl. Pricken, S.81).
