Dialektik, Verwirrung und Verben des Wahrnehmens
„Das Wesen der überzeugenden Dialektik besteht in der Umdeutung der Gesamtbedeutung einer konstanten Sachlage in einen anderen begrifflichen oder emotionalen Kontext mit Hilfe der gezielten Ausrichtung der Sprache.“(Kellermann 1997, S. 110). Sinnvoll ist eine Umdeutung, die sich mit dem Denken und der Wirklichkeitsauffassung der Betroffenen vereinbaren lässt. In der Werbung ist für den Einsatz einer Umdeutung die Untersuchung der Ziel-gruppe sowie die Berücksichtigung möglichst verschiedener Interessentenkreise nötig. Durch geschicktes Umdeuten ist eine auf - oder abwertende Relevanz entwickelbar. Eine Umdeutung wirkt besonders, wenn sich jemand in einer Zwickmühle befindet und durch die Umdeutung eine praktikable Prägnanz erfährt. Sinnvoll ist es, im Gespräch eine Gegebenheit zuerst einmal zu nehmen, wie sie ist und sie dann in einen anderen Rahmen setzen.
Verwirrung
Geplante Konfusion kann die momentane bewusste Denkhaltung oder situative Auf-merksamkeit eines Menschen aufheben, wodurch er dann in seiner Überraschung, bzw. seinem Bedürfnis nach Prägnanz und Sicherheit, besonders empfänglich für neue Informationen, und auch Suggestionen ist. In der Werbung sorgt Konfusion und das daraus entspringende Bedürfnis nach Prägnanz und Klarheit u. U. für eine Bedürfnisbefriedigung durch den Kauf eines Produktes.
Verben des Wahrnehmens
Verben des Wahrnehmens, wie: merken, erkennen, wahrnehmen, lenken die Aufmerksamkeit auf das Empfinden. Hierdurch wird dem Empfänger das Urteil über eine Aussage, der er außerdem nur in der Metakommunikation begegnen kann, wesentlich erschwert. Ein Beispiel lautet: „Wissen Sie eigentlich schon, wie gut unsere neuen Waffeln schmecken?“
