Beobachtung und Compagnon Verfahren
Die einfachste Methode die Aufmerksamkeitsbeeinflussung einer Werbemaßnahme zu untersuchen besteht darin, Personen in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten. Lysinski (191971920) beobachtete bei systematischer Variation einer Schaufensterdekoration das Verhalten der Passanten, ohne das diese die Beobachtung bemerkten. Konkret beobachtet wurde wie sich die Passanten in Abhängigkeit von der farblichen Gestaltung der Schaufenster verhielten.
Das Ergebnis zeigte, dass bunte Schaufenster häufiger und länger betrachtet wurden als einfarbige (vielleicht würde heute, bei der weit verbreiteten Buntheit der Schaufenster und der damit zusammen hängenden Gewöhnung, eine Wiederholung des Experimentes genau das Gegenteil ergeben).
Beim sogenannten Compagnon - Verfahren werden die Probanden in einer sogenannten Wartezimmersituation gefilmt. Die Versuchspersonen lesen eine Illustrierte die auf einem schräg geneigten Lesepult liegt. Durch eine Spiegelvorrichtung ist es möglich durch die Neigung des Pultes die Augenpartie der Personen zu filmen. Eine zweite Kamera hinter den Versuchspersonen nimmt gleichzeitig die aufgeschlagene Illustrierte auf, so dass es möglich ist nachzuvollziehen was der Proband gerade liest.
